Ansätze für eine Anti-Aging-Pille

Ansätze für eine Anti-Aging-Pille

Dank einer Pille immer jung und gesund bleiben – das ist zu schön, um wahr zu sein. Auch die moderne Altersforschung kann nicht mit einer solchen Anti-Aging-Pille aufwarten. Allerdings haben Wissenschaftler faszinierende Ansatzpunkte gefunden.

Der Kampf gegen die Gebrechen des Alterns hat viele Gesichter: Medikamente gegen Bluthochdruck und Knochenschwund, Wirkstoffe gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, massgeschneiderte Therapien für Krebstumoren. Die Behandlungen dieser Krankheiten sind sehr unterschiedlich. Altersassoziierte Erkrankungen liessen sich nur mit einer ganzen Palette von Therapien wirksam bekämpfen, ist denn auch der Kölner Altersforscher Prof. Björn Schumacher überzeugt: „Dies aus dem einfachen Grund, dass unsere Gewebe sehr verschiedenartig funktionieren. Eine Nervenzelle kann in der Regel nicht regeneriert werden. Die meisten Nervenzellen werden einmal gebildet in unserer frühen Entwicklung und werden nie wieder ersetzt. Wohingegen unsere Darm- oder unsere Haarzellen sich permanent regenerieren. Das sind ganz andere Anforderungen, ganz andere Altersmechanismen, die da greifen.“ Und wenn man versuchen möchte, den Alterungsprozess als Ganzes aufzuhalten? Wenn es sogar gelingen sollte, schwere Alterskrankheiten erst gar nicht entstehen zu lassen?

Lebensverlängernde Stoffe

Zugegeben, der Gedanke klingt kühn, ja weltfremd. Trotzdem denken ernsthafte Forscher genau in diese Richtung. So ist Wissenschaftlern beispielsweise gelungen, mit dem Wirkstoff Rapamycin unter Laborbedingungen das Leben erwachsener Mäuse zu verlängern. Auf eine andere Wirkstoffgruppe – die Sirtuine – bauen die Harvard-Forscher Leonard Guarente und David Sinclair. Sirtuine sind in der Lage, das Altern von Bäckerhefe-Organismen aufzuhalten. Wissenschaftler haben entdeckt, dass Bäckerhefe über zirkuläre DNA-Abschnitte verfügt, die für die Hefen giftig sind und deren Lebenszeit beschränken. Wenn Forscher die Bildung zirkulärer DNA-Abschnitte durch gentechnische Eingriffe unterbinden, verlängert dies das Leben der Hefen. Nicht nur bei Hefen, auch bei Fadenwürmern und Taufliegen wirken Sirtuine lebensverlängernd. Menschen besitzen sieben Sirtuin-Gene. Wissenschaftler haben den Versuch unternommen, die Sirtuine mit dem pflanzlichen Wirkstoff Resveratrol zu aktivieren und dank dieses Wirkungsverstärkers (Agonisten) eine lebensverlängernde Wirkung zu erreichen.

Kontrolle mit Biomarkern

Laut Björn Schumacher sind diese Versuche bisher nicht von Erfolg gekrönt. Die Wirksamkeit der heute verfügbaren Sirtuin-Agonisten sei nicht wissenschaftlich erwiesen, sagt der Kölner Altersforscher. Gleichwohl sind für Schumacher Forschungsanstrengungen in diese Richtung unterstützenswert, wie er in seinem Buch über das menschliche Altern* schreibt: „Es gibt durchaus interessante Ansätze, die Ursachen altersbedingter Erkrankungen an ihren Wurzeln, nämlich der Alterung selbst zu packen. Es bedarf aber langfristiger Studien, die anhand von Biomarkern des Alterns kontrolliert werden, um herauszuarbeiten, ob eine Therapie wirklich das Altern aufhalten und altersbedingte Erkrankungen verhindern kann.“

Quelle und Link: http://newsroom.interpharma.ch/2015-09-04-ansaetze-fuer-eine-anti-aging-pille

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